Doppelzertifizierung · EN 1090 + ISO 17660
EN 1090 und ISO 17660 — eine Plattform für beide Normen
Metallbau- und Stahlbaubetriebe, die neben Stahlkonstruktionen auch Betonstahl schweißen, verwalten zwei unterschiedliche Qualifikationsregimes. BetonStahl Schweißen vereint das WPS/WPQR/Schweißer-Datenmodell beider Normen — mit geteilter Schweißaufsicht und ohne Doppelerfassung.
EN 1090 vs. ISO 17660: Die Unterschiede auf einen Blick
Beide Normen regeln Schweißarbeiten — aber in unterschiedlichen Bereichen mit unterschiedlichen Anforderungen.
EN 1090
- Anwendungsbereich
- Stahl- und Aluminiumkonstruktionen (Stahlbau, Metallbau)
- Kernnorm
- DIN EN 1090-1/2/3
- Schweißerprüfung
- ISO 9606-1, ISO 14732
- Zertifizierungsstelle
- CE-Zertifizierung durch notifizierte Stelle (z.B. DGUV, TÜV)
ISO 17660
- Anwendungsbereich
- Bewehrungsschweißen (Betonstahlschweißen nach DIN 488-1)
- Kernnorm
- DIN EN ISO 17660-1/2
- Schweißerprüfung
- DVS 1146 + ISO 9606-1, DVS-EWF 1175 (Aufsicht)
- Zertifizierungsstelle
- Betriebsaudit DVS-Zert / SLV / ifw Jena alle 3 Jahre
Was Betriebe mit Doppelzertifizierung gemeinsam führen können
Trotz unterschiedlicher Normanforderungen gibt es strukturelle Gemeinsamkeiten, die eine gemeinsame Plattform sinnvoll machen.
Gemeinsame WPS/WPQR-Struktur
Das Datenmodell für Schweißanweisungen und Verfahrensprüfungen ist in beiden Normen strukturell ähnlich. Betriebe mit Doppelzertifizierung können WPS-Stammdaten in einem System führen.
Geteilte Schweißer-Stammdaten
Schweißer, die sowohl EN-1090- als auch ISO-17660-Qualifikationen haben, werden einmalig erfasst. Beide Qualifikationen mit jeweiligen Ablaufdaten sind in einem Profil sichtbar.
Eine Schweißaufsicht für beide Normen
Die Schweißaufsicht (IWE/IWT) mit DVS-EWF-1175-Zusatzqualifikation betreut in vielen Betrieben beide Regelwerke. Ein System vermeidet Doppelführung der Aufsichts-Nachweise.
ISO 17660 + EN 1090 — zwei spezialisierte Produkte, eine Plattformvision
BetonStahl Schweißen ist auf den ISO-17660-Workflow spezialisiert. Für den EN-1090-Anteil (WPS nach ISO 15614-1, CE-Kennzeichnung, EXC-Klassen) empfehlen wir das Schwester-Produkt StahlNorm — ebenfalls aus dem Hause Krüger Compliance.
Betriebe mit Doppelzertifizierung profitieren davon, dass beide Produkte dasselbe Datenmodell für Schweißer, WPS und WPQR verwenden. Ein kombinierter Einsatz ist möglich — kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.
Häufige Fragen zur Doppelzertifizierung
Können Stahlbaubetriebe mit EN 1090 BetonStahl Schweißen für ihren ISO-17660-Anteil nutzen?
Ja. Betriebe, die neben EN-1090-Arbeiten auch Betonstahl nach ISO 17660 schweißen, können BetonStahl Schweißen für den ISO-17660-Workflow nutzen. Schweißer-Stammdaten und Schweißaufsicht können über beide Normen hinweg geführt werden. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zur kombinierten Nutzung.
Worin unterscheiden sich EN 1090 und ISO 17660 konkret?
EN 1090 regelt Stahlkonstruktionen (Stahlbau, Metallbau) und führt zur CE-Kennzeichnung. ISO 17660 regelt das Schweißen von Betonstahl (Bewehrungsstahl nach DIN 488-1) und führt zum bauaufsichtlichen Eignungsnachweis — ausgestellt von DVS-Zert, SLV oder ifw Jena. Schweißverfahren, Prüfanforderungen und Stoßart-Systematik unterscheiden sich erheblich.
Benötigt die Schweißaufsicht für beide Normen unterschiedliche Qualifikationen?
Ja. Für EN 1090 ist die allgemeine IWE/IWT-Qualifikation (DVS-IIW/EWF 1170) ausreichend. Für ISO 17660 wird zusätzlich die DVS-EWF-1175-Zusatzqualifikation (3-tägiger Lehrgang) benötigt. BetonStahl Schweißen dokumentiert beide Qualifikationen mit Ablaufdaten.
Gibt es eine Kombinations-Plattform für EN 1090 und ISO 17660?
BetonStahl Schweißen ist auf ISO 17660 spezialisiert. Für EN-1090-Betriebe empfehlen wir das Schwester-Produkt StahlNorm. Betriebe mit Doppelzertifizierung können von einer kombinierten Nutzung beider Plattformen profitieren — sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.
Beide Normen unter Kontrolle
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